Wissenschaftler der Universität Hamburg haben Anfang 2016 eine Analyse dieser verfügbaren Studien veröffentlicht. Ihr Fazit: Mehr als 90 Prozent aller Studien weisen zumindest einen neutralen, in der Mehrzahl aber sogar einen positiven Einfluss der Berücksichtigung von ESG-Kriterien hinsichtlich des Unternehmens- bzw. Anlageerfolges auf. Nicht einmal jede zehnte von den Wissenschaftlern analysierte Studie sieht nachhaltige Unternehmen bzw. Wertpapiere im Nachteil.

Zu einem vergleichbaren Ergebnis kam eine weitere um- fangreiche Studie, die die Steinbeis-Hochschule im Frühjahr 2013 vorgelegt hat. Sie umfasst insgesamt 195 Studien zu verschiedenen Asset-Klassen, die alle der Frage nachgegan- gen sind, wie sich die Nutzung von Nachhaltigkeitskriteri- en auf das Anlageergebnis auswirkt. 61 der Studien sahen hier einen eindeutig positiven Zusammenhang, weitere 62 einen neutralen und nur 14 einen negativen Einfluss. Aus Sicht vieler nachhaltiger Investoren ist übrigens schon ein neutraler Zusammenhang positiv zu bewerten, ermöglicht er doch die Verfolgung wichtiger sozialer und ökologischer Ziele bei gleichzeitig marktgerechten Erträgen und somit eine doppelte Dividende.

Höherer Ertrag bei gleichzeitig geringerem Risiko. Auch das ist nachhaltige Geldanlage.

 

RENDITE UND NACHHALTIGKEIT

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage eröffnet Ihnen nach Aussage zahlreicher Studien die Mög- lichkeit, eine bessere Rendite zu erzielen, es gibt hier aber keinen Automatismus. Ob sich wirklich höhere Erträge erzielen lassen oder das Risiko reduziert wird, hängt nicht zuletzt auch von der Qualität des Anlageprozesses und des Vermögensverwalters ab. Auch für Nachhaltige Geldanlagen gelten dabei die Grundregeln der Kapitalanlage, nach denen beispielsweise eine höhere Rendite in aller Regel mit einem höheren Risiko einhergeht.